Web 1.0 Award für www.braunkohle-forum.de

Der heutige Web 1.0 Award für antiquierte Meinungsseiten im Internet geht an die Web-Site www.braunkohle-forum.de.

Begründung:

Die Betreiber des Braunkohle-Forums haben die Relevanz von Diskussion im Internet erkannt und verzichten deshalb darauf. Sie teilen daher ihre Site in vier Bereiche auf: “Expertenbeiträge”, “Experten”, “Glossar”, sowie “Links”. Anders, als es der Name Braunkohle-Forum suggeriert, fehlt auf der Seite jegliche Art der Kommentierung oder Diskussion – warum auch, handelt es sich doch um ein Thema, zudem sich doch bitte nur Experten zu äußern haben, alle anderen sind offensichtlich nicht qualifiziert. Woher die Experten stammen, lässt sich unter “Links” ablesen.

Einfach Toll!

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4 Responses to Web 1.0 Award für www.braunkohle-forum.de

  1. Dimitri says:

    Prof. Dr.-Ing. Dr. H. C. Mult. F.-W. Wellmer zum Thema Ressourcenverfügbarkeit:

    “Wir sollten Bodenschätze sorgsam wie Talente behandeln. Jedes muss man fördern, keines darf man aufgeben. Wer weiss, wie es sich entwickelt?”

    Nun hat Braunkohle allerdings, bezogen auf Energieeffizienz, in etwa soviel Talent, wie Dieter Bohlen im Bereich Kernphysik. Und wie es sich entwickelt, ist eigentlich auch recht klar:

    Es wird genau um den Betrag weniger, um den man es fördert.

  2. mbuzzman says:

    Auch sehr schön:

    “Die Strategie der kontinuierlichen Modernisierung des Kraftwerksparks durch Neubau hoch effizienter Kraftwerke mündet ab etwa 2020 in die Option, das anfallende CO2 abzuscheiden und in geologischen Formationen abzulagern.”

    Ab 2020 – das klingt ja schon etwas wage. Da würd ich mal locker gegen wetten. (Bis dahin haben wir doch die Kern-Fusion und Vollbeschäftigung, und der Krebs ist auch besiegt… oder etwa nicht?) Wie wäre es denn mit der Option, die wir ab sofort haben:
    Nämlich die Option, das CO2 einfach in der geologischen Formation zu belassen, in der es sich gerade befindet.

    Wäre mal eine Überlegung wert, Herr Wellmer…

  3. Conz says:

    Die Beiträge widersprechen sich sogar gegenseitig:

    Herr Socolow vertritt in seinem Beitrag eine Stabilisierung der weltweiten CO2-Emissionen auf dem Niveau von 2008. Herr Erdmann zitiert dann in seinem Beitrag plötzlich das IPCC — demnach ist eine Reduktion der globalen CO2-Emissionen bis 2050 (Basis 1990) um 50 Prozent nötig.

    Das IPCC ist übrigens auf der Seite nirgendwo verlinkt — auch im Glossar taucht es nicht auf.

    Insgesamt scheint mir das doch ein eher verzweifelter Versuch der Kohle-Lobby zu sein …

  4. Eine ist die Trocknung der Braunkohle außerhalb der Brennkammer mit Niedertemperaturwärme – also nahezu mit Abwärme. Zusammen mit erhöhtem Druck (350 bar) und erhöhter Temperatur (700 °C) des Dampfs vor der Turbine können etwa 50 % Wirkungsgrad erreicht werden. Wie weit dieser Wert sogar übertroffen werden kann, hängt wesentlich auch von der Werkstoffentwicklung ab. Sehr interessante Optionen ergeben sich aus der Kombination von Kohlevergasung mit Gas- und Dampfturbinenanlagen.

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